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Dem „Digitalen Dresscode“ auf der
Spur: Selbstmarketing im Internet

Eine Checkliste von Susan Höntzsch – Karrierecoach und Trainerin

Hast du einen 5-Jahres-Plan für deine Karriere? Wann hast du dich zum letzten Mal selbst gegoogelt? Welche Bedeutung hat es, „digitale Fußspuren“ zu hinterlassen? Tipps und Tricks dazu verrät Diplom-Psychologin Susan Höntzsch aus Kassel.

Heutzutage reicht es bei weitem nicht mehr aus, einen herausragenden Lebenslauf zu haben. Man muss sich auch verkaufen können. Durch ein gelungenes Selbstmarketing kannst du dich als Experte etablieren und wirst sichtbarer für Unternehmen und Arbeitgeber.

Wenn du die folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten kannst, bist du in Sachen Selbstmarketing bereits auf einem guten Weg:

1. Googelst du regelmäßig deinen Namen?

Wenn du weißt, welche Informationen im Internet über dich zu finden sind, hast du einen entscheidenden Vorteil: Du kannst das für deine eigenen Zwecke nutzen.

Googele daher mehrmals im Jahr nach deinem Namen. Achte darauf, ob du die gefundenen Suchergebnisse beeinflussen kannst oder ob diese durch Dritte eingestellt wurden. Hast du Einträge gefunden, mit denen du nicht einverstanden bist, dann korrigiere diese oder wende dich an die Person, die diese Informationen verwaltet.

2. Hast du einen Karriereplan?

In einem Karriereplan reflektierst du dich und deine nächsten beruflichen Schritte kritisch anhand folgender Fragestellungen:

Außenstehende sollten auf den ersten Blick erkennen, wer du bist, was dich ausmacht und welche Ziele du verfolgst. Dein Selbstmarketing im Internet muss also zu deinem individuellen Karriereplan passen.

3. Hast du eine Zielanalyse gemacht?

Das Internet bietet eine schier unendliche Vielfalt an sozialen Netzwerken. Melde dich nicht wahllos in diesen an, sondern wähle relevante Plattformen geschickt aus. Zu den am meisten genutzten Plattformen zählen Facebook, XING, LinkedIn, Instagram, You- Tube, Pinterest und Twitter.

Spätestens kurz vor dem Studienabschluss solltest du dich in einem der beruflichen Onlinenetzwerke anmelden. Es hängt dabei von deinen Karrierezielen ab, wo du dich präsentierst: XING wird hauptsächlich im deutschsprachigen Raum genutzt, LinkedIn ist internationaler.

Analysiere im Vorfeld, welche weiteren Netzwerke in deiner Branche genutzt werden und auf welchen Plattformen sich die für dich interessanten Unternehmen bzw. Arbeitgeber tummeln.

4. Kannst du dich in einem Satz beschreiben?

Stell dir vor, du triffst deinen hoffentlich zukünftigen Chef im Fahrstuhl und dieser fragt dich „Und, was machen Sie so beruflich?“ Wenn du darauf keine Antwort hast, oder anfängst zu stottern, bist du bereits uninteressant. Genauso verhält es sich mit deinem Onlineprofil. Wenn du nicht kurz und prägnant auf den Punkt bringst, wofür du stehst und was dich besonders macht, kehren die Besucher vermutlich nicht wieder auf deine Seite zurück.

5. Bist du authentisch?

Je nachdem, wie du dich im Internet präsentierst, verrätst du viel über dich selbst. Frage dich also, wie du auf die Besucher deines Onlineprofils wirken willst und welchen Eindruck du keineswegs erwecken möchtest. Denke immer daran: Das Internet vergisst nichts. Bleibe dir selbst treu und spiele keine Rolle.

Achte auf die Qualität der verwendeten Bilder, Texte und Videos (z.B. Größe, nicht verschwommen, Rechtschreibung, englische Übersetzung, Mimik, Gestik, Bekleidung). Beachte, dass die Ton- und Bildsprache je nach Plattform und Branche variieren können.

6. Setzt du auf Klasse statt Masse?

Beim Selbstmarketing und Netzwerken im Internet gilt: Viel hilft nicht viel. Nimm nicht jede x-beliebige Kontaktanfrage an, nur damit dein Netzwerk wächst. Nicht jeder Kontakt bringt dir Vorteile. Im schlimmsten Fall lassen sich sogar negative Assoziationen ableiten. „Räume“ dein Netzwerk hin und wieder auf und sortiere gegebenenfalls Kontakte aus.

Nimm aktiv Kontakt zu interessanten Gesprächspartnern auf und traue dich, auch Personen zu kontaktieren, die du nicht persönlich kennst. Nur so erweiterst du dein Netzwerk um hilfreiche Kontakte. Begründe deine Kontaktanfrage jedoch unbedingt. Dadurch erfährt dein Gegenüber, welchen Mehrwert der Kontakt zu dir bringt, und ihr seid bereits im Gespräch.

7. Nutzt du deine Onlinepräsenz?

Es reicht natürlich nicht, Informationen zu deiner Person einfach nur ins Internet einzustellen. Du musst mit diesen „arbeiten“.

Die Möglichkeiten, dich selbst zu vermarkten, sind nahezu unbegrenzt. Sei und bleibe aktiv und kreativ. Nutze deine „digitale Fußspur“ als Referenz und leite interessante Kontakte dadurch gezielt zu dir selbst. Weitere Informationen rund um Selbstmarketing, Karriereplanung und Jobsuche im Ausland findest du auf der Website von Susan Höntzsch und ihrem zugehörigen Karriere- Blog: www.karrierepfa.de.

Karriereplaner - Ausgabe: WS 2019/2020